Schwein, Zuchtsau, Ferkel, Mastschwein

BESTANDSPEZIFISCHE IMPFSTOFFE FÜR SCHWEINE 

BS-Immun stallspezifische Impfstoffe für Schweine

Schwein

stallspezifische Imppfstoffe für Schweine

 

 

 

 

 

Zuchtsauen:
Bestandsanierung, Mutterschutzimpfung zur Prophylaxe der Ferkel über die Milch
Ferkel:
passive Prophylaxe über die Mutterschutzimpfung, aktive Immunisierung ab dem Absetzalter

 

Bildergebnis für schwein

Mini- und Zwergrassen:
gerne produzieren wir kleine Chargen für Liebhabertiere

 

zu BERATUNG / INFORMATION

 

Information zu Indikationen Schweine

 

IMPFUNG empfohlen:

  • bei Zuchttieren: Bestandsimpfung und wiederholte Auffrischungsimpfung vor jeder Geburt
  • Jungtiere: ab dem Absetzen
  • Einzeltiere und Spezialrassen:
    je nach Betrieb, Management und Infektionsdruck beraten wir Sie gerne

Bewährter Einsatz von stallspezifischen Impfstoffen bei:

Infektionen mit Clostridium perfringens

  • Nekrotisierende Enteritis der Saugferkel
    In der intensiven Schweinehaltung kann die Clostridium perfringens Typ C-Infektion hämorrhagische Durchfälle bei Saugferkeln verursachen. Exotoxine (vor allem Alpha- und Beta-Toxine, N1-Toxin) rufen Nekrosen und Blutungen an der Jejunalschleimhaut hervor. Die Morbidität beträgt je nach Bestand 15-80 %. Bei akutem Verlauf ist der Durchfall flüssig, braun-rot, oft mit Blutbeimengungen, die Letalität kann in den ersten beiden Lebenswochen bis zu 100 % betragen. Bei subakut bis chronischem Verlauf (2. bis 4. LW) bilden sich dicke, nekrotische Membranen in der Darmschleimhaut, der Kot ist wässrig, gelb, schaumig, nicht hämorrhagisch. In chronischen Fällen kümmern die Ferkel. Die Ausbreitung im Bestand ist langsam, alle Verlaufsformen können gleichzeitig vorkommen.
  • Katarrhalische Enteritis der Saugferkel
    Immer größere Bedeutung erlangt die Clostridium perfringens Typ A-Infektion (Alpha-Toxin, Beta 2-Toxin, M-Toxin, N1-Toxin), die durch das Auftreten von milden Durchfällen in den ersten Lebenstagen bei der akuten Form bzw. ab dem 10. Lebenstag bei der chronischen Form gekennzeichnet ist. Die Morbidität kann dabei hoch sein, die Mortalität ist meist geringer als bei der Nekrotisierenden Enteritis.

Infektionen mit E. coli
Durchfälle, verursacht durch E. coli, stellen eine bedeutende Erkrankung der Saug- und Aufzuchtferkel dar. Sie verursacht in den Zuchtbeständen erhebliche Verluste. Es gibt zwei Erscheinungsformen:

  • Koliruhr der Saugferkel
    Mittels Fimbrien, vor allem Fimbrientyp F4 mit Subtypen (K88) und F18 mit Subtypen (F102), docken ETEC-Stämme (Enterotoxische E. coli) an die Darmschleimhaut an. Der Durchfall wird durch die Bildung von Enterotoxinen ausgelöst.
    Bei Neugeborenen Ferkel tritt der wässrige, weiß-gelbliche und übelriechende Durchfall 12 bis 48 Stunden nach der Geburt auf. Meist ist der ganze Wurf betroffen, die Letalität beträgt etwa 50 %. In der 3. bis 4. Lebenswoche ist der Kot grau-weiß, pastaartig, die Letalität liegt unter 20 %. Die Ferkel kümmern.
    Nach dem Absetzen, etwa 3 bis 8 Tage nach dem Absetzen bzw. nach Futterumstellung tritt wäßriger, gelbgrünlich bis brauner Durchfall auf, die Ferkel sind dehydriert.
  • Kolienterotoxämie der Absetzferkel, Ödemkrankheit
    STEC-Stämme (Shiga-Toxin bildende E. coli), vor allem Fimbrientyp F18 (F102) produzieren das neurotoxische und nekrotisierende Shiga-Toxin (oder Vero-Toxin), das die Gefäßwände schädigt, die somit durchlässig für Flüssigkeit werden. Dies führt zu Ödemen, meist im Kopfbereich. Je nach Lokalisation variieren die klinischen Symptome von plötzlichen Todesfällen, Allgemeinstörungen, Durchfällen bis zu Lähmungen oder unkoordinierten Bewegungen. Durch die beim Zerfall von Bakterien freigesetzen Endotoxine (LPS) können auch Schockzustände auftreten.

Infektionen mit Actinobacillus pleuropneumoniae (App)
Infektiöse Pleuropneumonie

SchweinemastBei den Atemwegserkrankungen vor allem in Mastbetrieben, verursacht App als Erreger von hämorrhagisch-nekrotisierenden Pleuropneumonien weltweit enorme wirtschaftliche Einbußen. Die 15 verschiedenen Serovare, die bis heute beschrieben wurden, liegen in unterschiedlichen geografischen Verteilungsmustern vor. In den USA dominieren die Serotypen 1, 5 und 7, in Europa vor allem Serotyp 2, gefolgt von 3, 5, 6, 7, 9. Die unterschiedliche Kombination von Virulenzfaktoren (Kapselantigene, LPS, Exotoxine-Apx I-IV) ergibt, dass jeder Serotyp über eine ihm eigene Virulenz verfügt. Die mangelhafte Kreuzimmunität führt zu einer unzureichenden Kreuzprotektion innerhalb der Serovare. Eine durchgestandene, akute Infektion hinterlässt nur eine serotypspezifische Immunität, das heißt, die Tiere können bei Infektion mit anderen Serotypen erneut erkranken. Ein weiteres Problem sind die latenten Infektionen, die z.B. unter Stress wieder über die Schleimhäute direkt oder über ein Aerosol verbreitet werden können. Es werden 4 verschieden Verlaufsformen unterschieden: perakut, akut, chronisch, subklinisch.

Infektionen mit Haemophilus parasuis
Glässer´sche Krankheit

Das Krankheitsbild ist durch fibrinöse Entzündungen der serösen Häute in Brust- und Bauchraum charakterisiert. Meist sind nicht alle Organe gleich stark betroffen. Davon abhängig zeigen die Tiere Symptome wie Husten und Atemnot, hohes Fieber, Lahmheiten bis Festliegen, Bewegungsunlust, steifen Gang, Zittern und unkoordinierte Bewegungen. Bei ungünstigen Rahmenbedingungen ist die Morbidität aller Altersklassen ist hoch, Todesfälle sind möglich. Es werden 15 verschiedene Serotypen unterschiedlicher Virulenz beschrieben, ein großer Teil der Isolate ist nicht typisierbar. Apathogene Stämme können den oberen Atmungstrakt besiedeln.

Infektionen mit Pasteurella multocida, Bordetella bronchiseptica
Beide Erreger sind Verursacher respiratorischer Erkrankungen. Das Zusammenspiel von Bordetella bronchiseptica, das die Schleimhaut des oberen Atmungstrakts schädigt, und bestimmter Stämme von Pasteurella multocida Typ D, die ein dermonekrotisches Toxin produzieren, führt zur sogenannten Schnüffelkrankheit (Rhinitis atrophicans). Aufgrund der Beeinträchtigung des Knochenwachstums kommt es zum Schwund der rasch wachsenden Nasenmuscheln, Verbiegen des  Nasenseptums und damit des Rüssels. Symptome wie Schniefen mit wässrigem bis eitrigem Nasenausfluss treten auf bis hin zu Nasenbluten. Die Morbidität ist sehr hoch, betroffen sind vor allem abgesetzte Ferkel, wie auch Mastschweine und Saugferkel.
Pasteurella multocida Typ A und Stämme vom Typ D, die kein dermonekrotisches Toxin produzieren, verursachen Pneumonien.

Infektionen mit Staphylococcus hyicus
Exsudative Epidermitits – Ferkelruß

Durch Abwehrschwäche und Verletzungen kann Staphylococcus hyicus, der normalerweise die Haut von Schweinen besiedelt, in die Oberhaut eindringen und Entzündungen hervorrufen. Aus den Bläschen (leichter Verlauf mit pockenartigen Ausschlägen; generalisierter Verlauf mit Gelenksbeteiligung möglich) entsteht ein nässendes, juckendes Ekzem, das langsam abtrocknet und Krusten bildet. Betroffen sind vor allem Saugferkel und Absetzferkel, wobei der Schweregrad der Erkrankung mit zunehmendem Alter abnimmt.

Infektionen mit Erysipelothrix rhusiopathiae
Rotlauf

Klinisch werden die Rotlaufseptikämie und die Backsteinblattern unterschieden, Polyarthritis, Endokarditis und Aborte sind weitere Verlaufsformen. Die Serovare 1 und 2 sind verantwortlich für die häufigsten und schwersten Infektionen, apathogene Serovare können von gesunden Tieren isoliert werden. Die Entwicklung der Krankheit variiert je nach Virulenz des Stammes und Empfänglichkeit des Tieres.

Infektionen mit Streptococcus suis
Pathognomonisches Symptom ist die Meningitis, aufgrund der septikämischen Ausbreitung treten weiters Arthritis, Endokarditis, Pneumonie, Aborte und plötzlicher Tod von Ferkeln auf. Derzeit werden 2 Serotypen differenziert (Typ 1 und 2), regionale Unterschiede liegen vor.

 

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