
Je nach Problemstellung kann die Verabreichung durch den behandelnden Tierarzt parenteral per injectionem (s.c., i.m.) oder lokal (per os z.B. über das Trinkwasser, als Aerosol, per immersionem – als Bad bei Nutzfischen) erfolgen, wobei man mit dem Impfzeitpunkt, den Intervallen und der Dosis individuell auf die jeweiligen Erfordernisse eingehen kann.
Durch den zielgerichteten Einsatz bestandsspezifischer Impfstoffe und Autovakzinen kann der Medikamenten- und Antibiotikaverbrauch reduziert bzw. ganz weggelassen werden. Resistenz- und Rückstandsproblematik sowie Wartezeiten sind hier nicht gegeben.
Wir weisen ausdrücklich daraufhin, dass der Einsatz von bestandsspezifischen Impfstoffen und Autovakzinen immer im Zusammenhang mit anderen Managementmaßnahmen wie z.B. Hygienemanagement, Einhaltung optimaler Haltungsbedingungen oder Monitoring zu kombinieren ist.
Indikationen
- fehlende zugelassene Impfstoffe
- Erreger liegen in unterschiedlichen Serotypen (genetischer Variabilität) vor – keine Kreuzimmunität durch Erregerspektrum in zugelassenen Impfstoffen
- Erreger mit hoher genetischer Instabilität verändern sich in ihren antigenen Eigenschaften – Schutzwirkung durch zugelassene Impfstoffe nimmt ab
- seltenere Krankheiten – seltenere Tierarten (MIMS / MUMS – minor indication / minor use, minor species)
